Jubiläumskonzert "Die Himmel rühmen"
zum 100. Geburtstag der Gemeinde Eibenstock

Unter diesem Motto fand am 21. Oktober 2023 aus Anlass des 100. Geburtstages der Neuapostolischen Gemeinde Eibenstock in der Evangelisch-Lutherischen Stadtkirche Eibenstock ein Jubiläumskonzert für die Geschwister der Neuapostolischen Kirche und vielen Gästen statt.

Der Bezirkschor und das Bezirksorchester aus dem Kirchenbezirk Zwickau, sowie das Bläserensemble des Bezirkes, welches in diesem Jahr sein 40jähriges Jubiläum begeht, gestalteten zur Ehre Gottes ein abwechslungsreiches Programm. Pünktlich 16.00 Uhr begann das Konzert mit dem bekannten Musikstück "Die Himmel rühmen", Text Christian Fürchtegott Gellert, Musik Ludwig van Beethoven.

Nach diesem gewaltigen Vortrag der Sänger und des Orchesters begrüßte Pfarrer Tobias Liebscher der Evangelisch-Lutherischen Kirche Eibenstock alle Anwesenden. Er brachte seine Freude zum Ausdruck Gastgeber dieses Konzertes sein zu dürfen, sowie über eine gut gefüllte Kirche mit nur wenigen freien Plätzen. Ein Anblick, der in der heutigen Zeit nur noch selten zu erleben ist. Pfarrer Tobias Liebscher erwähnte, dass das Erleben eines solchen Konzertes zweier unterschiedlicher Konfessionen nur möglich wurde über den Beginn einer Annäherung beider Kirchen im Sinne der Ökumene.

Apostel Ralph Wittich ließ es sich nicht nehmen an diesem Konzert teilzunehmen. Apostel R. Wittich bekräftigte mit seinen Worten nochmals die Ausführungen von Pfarrer Tobias Liebscher. Er betonte weiter, es sei ein Meilenstein der Annäherung in der Ökumene, wo trotzdem jede Konfession ihren Glauben leben kann, ohne befürchten zu müssen, alles gleich zu machen. Apostel Wittich lud alle Anwesende zu einem gemeinsamen Gebet ein. Nach diesen einleitenden Worten und Gebet boten die 40 Sänger, 35 Musiker im Orchester und Bläserensemble, mit dem Kinderchor den Zuhörern einen musikalischen Hochgenuss. Das gesamte Repertoire, der vorgetragenen Lieder und Instrumentalstücke war gesungenes, instrumentales Danken, Lobpreisen und Anbetung zur Ehre Gottes.

Wie leicht und unbeschwert 35 Kinder sind, wurde deutlich in ihren Liedern. Die Kinder fragten die Zuhörer in einem Lied "Hast du heute schon danke gesagt?“ und zählten auf, für was sie dankbar sind, für Essen, ein Bett, Anziehsachen uvm. Die Zuhörer sollten sich fragen, ob es schon selbstverständlich geworden, alles zu haben, was man braucht. In einem anderen Lied der Kinder hieß es in der ersten Strophe „Die Spur der Hoffnung sehen, versuchen sie zu gehen, das kannst auch du, das kannst auch du.“ So einfach könnte es sein. Alle Zuhörer bekamen die Gelegenheit ein winziger Teil Mitgestalter des Konzertes zu sein. Mit dem Kanon "Dona Nobis Pacem" (Gib uns Frieden) forderte der Dirigent Jens Treubrodt alle Zuhörer auf, den Kanon mit Chor und Orchester dreistimmig mitzusingen. Es war großartig. Die Sänger besangen in ihren Liedern die Schönheit der Schöpfung Gottes, die Geborgenheit, den Frieden bei Gott. Insgesamt kann man sagen, es war ein großes musikalisches Erlebnis und ein "Geburtstagsgeschenk" auf hohem Niveau.

Belohnt wurden die Sänger, das Orchester und der Kinderchor mit einem nichtenden - wollenden Applaus und den Rufen der Zuhörer nach einer Zugabe. Noch einmal forderte der Kinderchor mit dem Lied "Sing mit mir ein Halleluja" die Zuhörer auf, täglich Gott ein Dankeschön entgegenzubringen. Die Bläser und der Chor mit Orchester lobten noch einmal Gott in ihrer Musik. Dieses Konzert bildete den festlichen Abschluss eines erlebnisreichen Jubiläumsjahres und bereits im Hinausgehen spürte und hörte man von den Zuhörern, dass dieses Konzert einzigartig war. Nicht unerwähnt sollten die vielen fleißigen Helfer bleiben, die zum Gelingen dessen einen großen Anteil haben. Das sind z.B. die Brüder und Schwestern beider Konfessionen, die den Altarraum zur Bühne umgestalteten und nach dem Konzert wieder in den Ursprung versetzten, die Tontechniker, die für eine sehr gute Tonqualität sorgten, die Schwestern, die für alle aktiv Mitwirkenden einen Imbiss vorbereiteten, allen die mithalfen diesen Nachmittag eindrücklich und unvergesslich zu machen. Alle 540 Anwesende ob Zuhörer oder Mitwirkende spürten tiefe Freude und Herzblut in einem fast zweistündigem viel zu schnell vergangenem Konzert