Freude hatte schon der Bezirksapostel David Heynes beim Blick in die versammelte Gemeinde in Reichenbach/Vogtland. Zu diesem Gottesdienst waren auch die Gemeinden Greiz und Auerbach eingeladen. Alle, so sagte der Bezirksapostel einleitend, können Freude empfinden beim Blick in die Gemeinde, bei den vielen Glaubensgeschwistern, beim gemeinsamen Singen im Chor oder darüber, dass Bruder oder Schwester die Gemeinde bereichern sowie Kinder und Jugendliche geistig und geduldig versorgt werden. Schlussendlich steigert sich die Freude in der Gewissheit, dass wir dort sein können, wo Christus ist. Damit verband er seine Ausführungen mit dem Lied des vielstimmigen Chores, der sang „… dann kann ich jauchzen: Herr, ich bin dein!“
Gedanken zum Erntedankfest
Diese Freude und diese Sicherheit lassen dankbar werden. Dies betonte der Bezirksapostel insbesondere im Hinblick auf das Erntedankfest, auf das man sich vorbereiten möchte. In seiner englischen Heimat gibt es dafür ein eigenes Wort: „Thanksgiving“ – Dank geben. Diesen Höhepunkt wollen wir bewusst vorbereiten und erleben. Es gilt, sich zu überlegen, wofür man Gott danken kann. Dann treten Sorgen des Alltags oder Wünsche in den Hintergrund. Wertvoller wird die Erkenntnis: Ich bin ein Gotteskind, ich habe eine Gemeinde, ich habe einen Glauben, meine Zukunft beim Herrn ist gesichert, wir Christen wissen, was kommen wird.
Mit diesen Gedanken leitete der Bezirksapostel auf das dem Gottesdienst zugrunde gelegte Bibelwort aus 1. Korinther 15, Verse 17 und 18, über:
„Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden; dann sind auch die, die in Christus entschlafen sind, verloren.“
Wahrhaftige Auferstehung
In der damaligen Gemeinde in Korinth kamen Zweifel an der Auferstehung Christi auf, was den Glauben beeinträchtigte. Es war für die Christen nicht einfach, in dieser Stadt ihren Glauben zu leben. Apostel Paulus sah sich veranlasst, mit seinem Brief Klarheit zu schaffen.
Das Bibelwort kann auch positiv ausgedrückt werden: „Wir glauben an die Auferstehung Jesu und an seine Wiederkunft“ (siehe 9. Glaubensartikel). Dies ist wichtig – wie ein Fels als Fundament. Die Lehre Jesu richtet den Blick nach vorn, in die Zukunft. Wir dürfen vorwärts schauen und den Frieden Jesu erleben- schon heute. Durch die Auferstehung werden wir frei. Er sieht seine Glaubenskinder als Friedensstifter und Überwinder.
Botschaft muss ausstrahlen
Im Gebet Jesu ist nicht umsonst von „wir“ und „uns“ die Rede. Er bringt damit Licht in unser Leben und die gemeinsame Hoffnung und Zukunftsfreude muss ausstrahlen. Heute schon ist Jesus in der Gemeinde erlebbar. Mit diesem Blick auf und der Verkündigung dieser frohen Botschaft haben wir die Zukunft immer vor Augen und Existenzängste schwinden. Diese Zukunft bedarf der intensiven Vorbereitung, wie bei einem Marathonläufer. Er kann nicht erst an dem Tag mit der Vorbereitung beginnen, an dem der Langstreckenlauf stattfindet.
Ergänzend zur Predigt des Bezirksapostels betonte Apostel Mike Dietel nach dem verklungenen Instrumentalstück mit Orgel und Geige, in dem es heißt: „Wohl mir, dass ich Jesum habe“, die Wichtigkeit dieser Aussage. Wie am Ostermorgen die Botschaft „Jesus lebt“ weitergetragen wurde, möchte diese Botschaft auch heute im Herzen der Christen stehen und bekannter gemacht werden. An dem Fundament des Glaubens darf nichts abbröckeln oder weggespült werden. Das Glaubensbekenntnis der Christen ist dieses Fundament. Das Umfeld, die Einflüsse, die Sorgen und vieles mehr ändern sich im Leben ständig, aber die Botschaft Jesu nicht. Gemeinsam möchten wir in den Gemeinden für diese Freude erzeugende Zukunft mit offenen Herzenstüren weiterbauen.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahles, dem Schlussgebet und dem Segen konnten sich alle beim Bezirksapostel verabschieden. Gern nutzten die Gottesdienstteilnehmer diese Gelegenheit.
Neuapostolische Kirche